das Leben einer Dichterin
Von: kleechen
Die uhr tickt
ich schaue den busfahrer
fragend und gleichzeitig
ziemlich verträumt an
losgelöst von ängsten
und dunklen gestirnen
in der weißen stunde
leuchtet die welt hundert mal heller
als je ein stern
in einer galaxie aufgestrahlt hat
strahlt unsere euphorie ein licht aus
das sich sanft auf uns legt
die seele baumeln lassen
wie man so schön sagt
befreit die gedanken
und führt einen an den ort
unserer geburt
das zuhause ist dort draußen
in der weiten ferne
verblasst am horizont
ein gemälde
die liebe zur natur
das verlangen nach sinnlichkeit
und leidenschaft
der dichter ist nicht unbelastet
mit all seiner erkenntnis
die ihn in traumwelten treibt
und die wahrheit
unter dem meeresspiegel
verborgen liegt
und wartet darauf
entdeckt zu werden
der aller größte schatz
die kunst zu leben
vergraben in den höhlen
unserer selbst
der busfahrer nickt
reicht mir das ticket und
ich bin bereit
die reise beginnt
wenn der mond die wolken durchbricht.